Mount Mary – eine explosive finnische Rockband mit ihrem famosen Debütalbum „Mount Mary“

(diese Würdigung basiert auf einem Bericht von Jens Schäfer aka baarikärpänen vom 28.01.2021 auf www.bleeding4metal.de/, der Übersetzung eines englischen Kommentars von Maria Hänninen vom 28.1.21 auf ihrer facebook-Seite www.facebook.com/MariaHanninenMusic/ und meinen persönlichen Eindrücken und Wertungen beim x-fachen Abspielen der LP)

Die BandMount Mary nahm sich viel Zeit, um dieses Album aufzunehmen. Die Songs „I’m Like A Mountain“ und „October’“ wurden erstmals veröffentlicht Mitte 2019 und später in diesem Jahr. Obwohl die Musiker auch anderweitig engagiert sind, kann man gut hören, dass das Album kein schneller Schnappschuss ist, sondern eine solide, konzentrierte Kreation aus einem Guss. Die zehn Songs sind klassische Rock – oder R & B (Rhythm & Blues) – Songs; und das mit vielfältigen Variationen im Sound, im Rhythmus, im Drive und in den Arrangements.

Die Band nennt es selbst „New Wave Hard Rock“. Alle Songs sind von Maria Hänninen geschrieben und zusammen mit der Band arrangiert. Man hört die Verwandtschaft zu etlichen früheren Rockbands und Stilanleihen aus der Geschichte der Rockmusik. Mich erinnert Einiges z. B. an Black Sabbath.

Mount Mary - Album

„I’m Like A Mountain“ eröffnet das Album, geht sofort ins Ohr und punktet mit seiner positiven Natur. Das folgende „Mean Old Woman’“ kann mit einem Augenzwinkern verstanden werden. Das Lied selbst geht gut voran und die Band weiß, wie man mit schweren Gitarren zufrieden stellt. MOUNT MARY kann ihre finnischen Ursprünge in ‚Spine Made Out Of Willow‘ kaum verbergen, denn da steckt diese leichte Melancholie drin, von der die finnische Natur und Mentalität soviel hat. Im Gegensatz dazu gibt es das nachfolgende „Silent Hell“, die perfekte Kombination aus BLACK SABBATH und Stoner Rock. Aber auch hier, wie in allen Songs auf der CD, diese dunkle Aura. Ich möchte nicht, dass das negativ verstanden wird. Alle Stücke haben das gewisse Etwas, das sie von den meisten Veröffentlichungen in Classic Rock unterscheidet.

In „October“ wird es richtig spannend, was mich sehr an CANDLEMASS oder Leif Edlings AVATARIUM erinnert. Passenderweise klingt Maria Hänninen wie eine bluesgetränkte Version von Jenni-Ann Smith in dem Song. Trotz des Vergleichs ist „October“ keineswegs als Kopie zu bezeichnen. Für „Holy Matrimony“, einem der geradlinigeren Rocksongs, konnte MOUNT MARY keinen besseren als Michael Monroe selbst als Gast gewinnen, der den Marsch zum Lied mit der Mundharmonika „bläst“.

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Das bringt uns zu den letzten drei Songs auf dem Album, die als „Classic Rock goes Progressive“ bezeichnet werden können, wobei „No Getaway“ mit seiner Mischung aus AC/DC/ DEEP PURPLE /LED ZEPPELIN und „Ode To The Forest“ auffallen. Und dieser Song gefällt mir auch von der inhaltlichen Aussage ganz besonders. Man müsste Maria Hänninen fragen, ob ihr Bassist Jukka Jylli Einfluss auf das Songwriting hatte. MOUNT MARY parkte ihr Magnum-Opus am Ende mit „Footprints In The Dark“. Was anfangs an AVATARIUM erinnert, entwickelt sich schnell zu einem symphonischen Klassiker mit orientalischen Klängen. (Es hat einen Zwillingsbruder in dem Song „Itketysvirsi“ vom Rautavaara World Orchestra). Maria Hänninen zufolge fielen ihr die Idee und der Text ganz plötzlich ein. (erinnert mich an Keith Richards, wie ihm das Riff zu „I can’t get no satisfaction“ plötzlich nachts im Hotelzimmer einfiel!)

Textlich erzählt das Lied von dem Gefühl, jemanden gut zu kennen, obwohl man ihn noch nie persönlich getroffen hat. So geht es mir mit der wunderbaren Maria! Klingt kryptisch? Richtig! Deshalb passt das Ende des Songs wie eine Faust auf’s Auge, denn hier wird es wieder richtig progressiv. Die Geigen, die Maria Hänninen selbst gespielt hat, die Klarinette, die Bassist Jukka Jylli nach Ewigkeiten wieder hervor gezogen und aufgenommen hat, und vor allem Per Wiberg (unter anderem OPETH, CANDLEMASS), der den Kuchen mit Hammond, Piano, Moog und Mellotron garniert hat, machen den Song zu etwas Besonderem – und sehr eindrucksdvoll!

Mount Mary

Wie bereits erwähnt, besteht MOUNT MARY aus Musikern, die aufgrund ihres musikalischen Hintergrunds niemandem mehr etwas beweisen müssen und sich daher sehr leicht der Sache nä