4. Deutsche Mölkkymeisterschaft in Erlangen

Die vierten offenen Deutschen Mölkkymeisterschaften (DMM) wurden im Juni in Erlangen ausgetragen. Mit einem spannenden deutsch-finnischen Finale ist am 19.Juni ein in allen „Mölkky-Belangen“ ereignisreiches Turnierwochenende ausgeklungen. Veranstaltet und organisiert wurde die DMM wie zuvor von der DFG Nürnberg e.V. und dem Nürnbergin Pölkky Veikot (NPV). Der NPV ist der Zusammenschluss der Mölkkyspieler aus dem Einzugsgebiet der Städte Erlangen und Nürnberg.

Da war zunächst die Organisation und Durchführung der DMM auf einem anderen Sportgelände als in den früheren drei Jahren. Der Umzug auf den Turnierplatz, eingebettet in die Sportanlage des FSV Erlangen Bruck, wurde sehr positiv angenommen. Mölkky Teams und Organisatoren freuten sich über eine bessere Infrastruktur, d.h. kürzere Wege, Camping am Turnierplatz, Garderoben/Duschen rund um die Uhr und eine Sportgaststätte die schon zum Frühstück bereit stand.

Ein weiteres Argument war die günstige Platzierung des Mölkky Turnierplatzes innerhalb der Sportanlage und die zuverlässige Pflege des Turnierbodens.

Die Anzahl der teilnehmenden Mölkky Teams ist wieder angestiegen, von 22 Teams 2010 auf 28 Teams in diesem Jahr. Das Besondere dabei: sieben finnische Teams und zwei slowakische Teams kamen zu Gast nach Erlangen. Damit war der Anteil finnischer Teams nochmal deutlich größer als 2008, als vier Teams zur Eröffnung der ersten Deutschen Mölkkymeisterschaft anreisten. Die Organisation von nationalen Meisterschaften findet in Finnland, dem Herkunftsland des Spieles, Anerkennung und besondere Beachtung.

Also boten sich gute Aussichten eine spannende Meisterschaft auszuspielen.

Das Spielsystem wurde komplett neu organisiert und die Teams mit handlichen  Ergebnistabellen für den Turnierablauf ausgestattet. Somit war es in den Gruppenspielen am Samstag möglich, dass auf den 14 Spielbahnen über 200 Qualifizierungsspiele stattfanden.

Allerdings konnten sich die Mölkkyspieler während der Mittagszeit auch erholen, etwas Leckeres vom Grill zu sich nehmen, den der Wirt der Sportgaststätte am Turnierplatz aufgebaut hatte. Natürlich gab es auch kühle Getränke, Kaffee und Kuchen. Richtig spannend wurde es dann am frühen Nachmittag, als der Wind deutlich aufgefrischt hatte und Pavillonzelte „zum Laufen“ brachte. Das Notieren der Spielpunkte externauf den Flipchart-Vorrichtungen wurde zusehends schwieriger.

Die Spiellaune wurde damit aber nicht abgeschwächt und so ging es voll konzentriert und doch in ausgelassener Stimmung weiter, bis am frühen Abend der erste Spieltag  geschafft war.  Reichlich mit Spielereignissen und diskutierwürdigen Spielsituationen angefüllt, suchten nun die Spieler zur Stärkung von Leib und Seele die Sportgaststätte auf. Diejeningen die noch nicht genug gespielt hatten, gingen nach dem Essen wieder auf den Turnierplatz, bis Regen und Dunkelheit für eine Mölkky Abstinenz sorgte.

Am kühlen Sonntagmorgen hatten die Helfer vom Organisationsteam des NPV wieder alles aufgebaut, die Spiele und Flipcharts an den Spielbahnen, Turnierauswertung und DFG-Stand waren einsatzbereit. Die schlechter qualifizierten Teams konnten von 10-12 Uhr in Gruppenspielen noch versuchen, einen Platz für das anschließende Achtelfinale zu erkämpfen. An diesem Vormittag wurde die Wetterhärte besonders gefordert: Sturm, Regen und Hagel sind besonders dann eine Herausforderung, wenn man in zwei Spielen das gegnerische Team besiegen soll.

Aus Organisationssicht wäre der Turnierablauf mit einer längeren Pause ebenfalls aus dem Zeitplan geraten. Überraschenderweise haben jedoch viele Spieler Regen und Hagel ignoriert, wie auch die Pfützen auf dem Boden. Der Wetterspuk dauerte zum Glück nur kurz an. Weiter ging es mit den Achtel-, Viertel- und Halbfinalspielen, bis um ca. 17:00 Uhr das Finale begann. Strahlender Sonnenschein, die Birken am Rande des Geländes bogen sich in einer leichten Brise, längst war der Platz abgetrocknet.

Fest stand zu dem Zeitpunkt: das beste deutsche Team trifft auf ein finnisches Team, in dem sich auch einige Spieler des Weltmeisterschaftsiegers 2010 befanden. Dass die Finnen den ersten Platz abräumen, war also nicht unwahrscheinlich. Allzu leicht gemacht wurde es den Finnen vom Team Suomi Finland Perkele dann aber doch nicht. In vier spannenden Spielsätzen stellte sich heraus, wer die bessere Spielkunst, Taktik und das  letzte Quäntchen Glück hatte: Team 1 = Suomi Finland Perkele aus Lahti, Team 2 = Born to Mölkk aus Nürnberg (in schwarz), Team 3 = Die Holzfäller aus Erlangen.

Text: Jörg Laechelin


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Letzte Änderung: 12.02.2014
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