Erlebnisreicher Ausflug ins Fränkische Freilandmuseum!

Lange vorher angekündigt im Rundschreiben, auf der homepage, im dfg-portal und auf Franken-tipps.de, wurde der Ausflug der DFG Nürnberg ins Fränkische Freilandmuseum am Sonntag, den 13.4.2014, dann Wirklichkeit! Bei schönstem, sonnigem Ausflugswetter fanden dieses Mal sechs DFG-Mitglieder den Weg in den Zug nach Bad Windsheim, im oberen Tal der Aisch. Das war immerhin eine Steigerung von 50% gegenüber der Teilnahme 2013!

Für einige der Gruppe war es sogar das erste Mal, dass sie dieses, wunderbar in die natürliche Landschaft integriert liegende, Freilandmuseum erleben konnten. Der Frühling zauberte eine besondere Stimmung in das Gelände mit den herrlich blühenden Obstbäumen und der bunten Farbenpracht auf den Wiesen und in den Hecken. Schon auf dem Weg vom Bahnhof zum Museumsgelände kamen wir an einem hübsch dekorierten Osterbrunnen in der Altstadt von Bad Windsheim vorbei. In der Stadt gibt es die Baugruppe Stadt des Museums. Dazu gehört die Spital-kirche, die wir als erstes in Augenschein nahmen.

Im Freigelände besuchten wir die Ausstellung über den Prunk auf dem Lande, die zur Zeit in der Ausstellungsscheune zu sehen ist. Über einige weitere Stationen, darunter das Haus eines Schäfers und das Kommunebrauhaus, in welchem das süffige Museumsbier gebraut wird, steuerten wird das Kommunewirtshaus an und machten im Biergarten gemütlich Mittagspause. Hier konnte man das Museumsbier genießen. Dabei gab es einen lebhaften Austausch vielfältiger Lebenserfahrungen und über die bisherigen Eindrücke vom Museum.

Über den Weinbergbauernhof ging es weiter. Im Gelände neben dem Hof ist ein kleiner Weinberg angelegt. Das ist eine der besonderen Stärken des Museums, dass es zu jedem Gebäude, zu jedem bäuerlichen Wirtschaftszweig und zu den landwirtschaftlichen Produktionsprozessen immer ganz ausführliche Beschreibungen mit vielen anschaulichen Bilddokumenten gibt. So gewinnt man ein detailliertes Wissen über das bäuerliche Leben vergangener Jahrhunderte.

Auf unserem Weg durch das Museum betraten wir dann das Jagdschlösschen der Herren von Eyb. Dieses steht erst einige Jahre im Museum. Dadurch kann man sich jetzt aber auch über das Leben des Landadels schlau machen. Im Schloss wird detailliert über die Jagd berichtet.

An und in der Mühle von Unterschlauersbach kamen einem bei den Geräuschen des Mühlrads die Zeilen des romantischen Lieds „Es klappert die Mühle am rauschenden Bach....“ in den Sinn. Der Bach ist in diesem Fall ein Nebenarm der Aisch, die sich durch das Museumsgelände schlängelt. In der Mühle wird an bestimmten Tagen noch gemahlen, an diesem Sonntag leider nicht.

Über den Seubersdorfer Hof, einem alten Bauernhaus, welches bereits 1978 im Museum wieder errichtet worden war, besuchten wir den Hopfenbauernhof aus dem Hersbrucker Land. Ausführlich wird der Anbau und die Verarbeitung des Hopfens dargestellt. In allen Häusern stehen dazu auch noch die vielseitigen Geräte und Handwerkszeuge, die in früheren Zeiten verwendet wurden.

Über einen gemütlichen Feldweg landeten wir dann im Altmühltaldorf mit seinen weißen Gebäuden. Eine Besonderheit, weil in dieser Region die Kalkplatten aus dem Jura das bevorzugte Baumaterial sind.
Wir legten im Biergarten noch eine Rast ein bei Kaffee und Kuchen – oder bei einer Halben von dem geschmackvollem Museums-Dunkel.

Weil ich das Buch „Deutschland meine Heimat – Finnland mein Zuhause“ dabei hatte, zu welchem ich eine Rezession für die „Notizen“ schreibe, kam das Gespräch auf die Erfahrungen der deutschen Frauen in Finnland und mit ihren finnischen Männern. Am besten ist es, ihr kauft euch das Buch. Es ist sehr kurzweilig, spannend aber auch lustig - und mit einem Augenzwinkern geschrieben. Jedenfalls ging die Zeit so schnell vorbei und wir mussten wieder los. Schließlich gab uns der Zug zurück nach Fürth, Erlangen und Nürnberg die Zeit vor. Aber wir konnten noch das Mittelalterdorf besichtigen. Beim Ausgang des Museums versorgten sich einige noch mit fränkischen Spezialitäten und mit dem Programmheft des Museums zum Jahr 2014.

Wir sprachen uns ab, dass wir zum Tag der Fränkischen Volksmusik am 29.Juni wieder hier sein werden. Da können sich andere gerne anschließen!

Das war wirklich ein schöner Ausflug. Allen hat es gefallen. Es könnte durchaus ein traditioneller Programmpunkt der DFG Nürnberg werden.

Otfried Stein


Artikel DetailansichtArtikel Detailansicht

Aktuelle Termine

Letzte Änderung: 12.02.2014
Copyright Deutsch-Finnische Gesellschaft Nürnberg e.V. | Impressum Rechtlich